Hinweis: Aus Gründen der ärztlichen Schweigepflicht beschreibt dieser Bericht den typischen Ablauf einer Preservé-Operation in unserer Praxis, ohne persönliche Daten einer einzelnen Patientin. Alle OP-Fotos und -Videos stammen aus unserem Operationssaal in Würzburg.
Wichtig: Wir bedanken uns bei der Preservé-Patientin, dass sie hier ausdrücklich der Fotodokumentation zugestimmt hat. Ohne ausdrückliche Zustimmung werden von uns keine Bilder veröffentlicht.
Zum Titelbild: Es zeigt ein Modell aus der Preservé-Kampagne des Herstellers und kein Behandlungsergebnis unserer Praxis. © Motiva®/Establishment Labs – mit freundlicher Genehmigung.
Transparenzhinweis: Establishment Labs (Motiva®) stellt Fachinformationen und Bildmaterial zur Preservé-Methode zur Verfügung. Zwischen unserer Praxis und dem Hersteller besteht kein Sponsoring- oder Vergütungsverhältnis. Die Auswahl des Verfahrens erfolgt allein nach medizinischer Indikation im Einzelfall.
Wer als Plastischer Chirurg lange genug operiert, entwickelt ein Gespür dafür, welche Neuerung mehr ist als Marketing. Als der Implantathersteller Establishment Labs (Motiva®) Anfang 2025 seine neue Preservé™-Methode vorstellte, war ich sofort angetan: Gewebe dehnen statt durchtrennen – das war genau das Konzept, auf das ich lange gewartet hatte. Das hieß für mich aber nicht, es einfach zu übernehmen. Bevor ich die Methode in unserer Praxis eingeführt habe, habe ich die Datenlage geprüft, Schulungen absolviert und mir ein eigenes Urteil gebildet.
Inzwischen gehört Preservé zu unserem Praxisalltag. Wir gehören zu den ersten Praxen in der Region Würzburg/Mainfranken, die diese Technik nach Abschluss des herstellereigenen Schulungs- und Zertifizierungsprogramms anbieten – alle Informationen dazu finden Sie auf unserer Seite zur Preservé-Brustvergrößerung. In diesem Beitrag möchte ich Sie mit in den OP nehmen.
Das Wichtigste in Kürze
Werte nach Hersteller-/Anbieterangaben; individuelle Abweichungen möglich.
Was ist die Preservé-Brustvergrößerung – und was ist daran neu?
Preservé ist ein vom Implantathersteller Establishment Labs (Motiva®) entwickeltes Operationskonzept für die Brustvergrößerung, das im Februar 2025 international eingeführt wurde und seither schrittweise auch in Deutschland verfügbar ist. Der Grundgedanke lässt sich in drei Worten zusammenfassen: Dehnung statt Durchtrennung.
Bei der klassischen Brustvergrößerung präpariert der Chirurg die Implantattasche mit Skalpell, Schere und Elektrokauter – dabei wird zwangsläufig Gewebe durchtrennt. Preservé geht einen anderen Weg: Das umliegende Gewebe wird mit speziell entwickelten Instrumenten sanft verdrängt und kontrolliert gedehnt, sodass es sich anschließend wie ein „Nest“ um das Implantat legt.
Natürliche Strukturen – Bandapparat, Nerven, Gefäße und vor allem der Brustmuskel – sollen dabei so weit wie möglich erhalten bleiben.
Drei Spezial-Instrumente – ein Konzept
Das System besteht aus drei sterilen Einweg-Instrumenten, die nur in Kombination mit den SmoothSilk® Ergonomix2®-Implantaten von Motiva verwendet werden:
Channel Separator
Stumpfes Präparationsinstrument, das über den kleinen Schnitt einen schmalen Tunnel entlang der natürlichen Gewebeschichten schafft – ohne zu schneiden.
Inflatable Balloon
Wird durch den Tunnel eingebracht und kontrolliert gefüllt. Er dehnt das Gewebe allmählich und formt die Implantattasche – passend zum geplanten Implantat.
Insertion Sleeve
Sterile Einführhülse, durch die das Implantat ohne Hautkontakt in die vorbereitete Tasche gleitet („No-Touch-Technik“).
Produktabbildungen der Preservé-Instrumente: © Motiva®/Establishment Labs.
Warum Einweg-Instrumente?
Absolute Sterilität ab Werk – jedes Set wird nur für eine einzige Operation verwendet
Keine Wiederaufbereitung, keine Materialermüdung – jedes Instrument in Neuzustand
Vom Hersteller exakt auf die Ergonomix2®-Implantate abgestimmt
Erklärt einen Teil des Preisunterschieds zur klassischen Methode – mehr im Kosten-Abschnitt
Sie möchten die Instrumente in Aktion sehen? Die 3D-Animation der Operationstechnik finden Sie weiter unten – echte Aufnahmen aus unserem OP folgen direkt im nächsten Abschnitt.
Was ist der Unterschied zwischen Preservé und Mia Femtech?
Beide Verfahren stammen von Establishment Labs und werden häufig verwechselt. Mia Femtech™ ist auf dezente Veränderungen von ein bis zwei Körbchengrößen ausgelegt. Preservé ist die chirurgische Weiterentwicklung derselben gewebeschonenden Plattform für die klassische Wunsch-Brustvergrößerung: Nach Herstellerangaben sind damit Veränderungen von dezent bis zu vier Körbchengrößen sowie Kombinationen mit Eigenfett (Hybrid-Vergrößerung) möglich.
Der OP-Tag: Schritt für Schritt aus unserem OP
Wie fühlt sich so eine Operation aus Sicht des Operateurs an? Ich beschreibe Ihnen einen typischen Preservé-Tag in unserer Praxis – so, wie er sich für mein Team und mich abspielt.
Vorbereitung und Anzeichnung
Der wichtigste Teil der Operation passiert, bevor das erste Instrument ausgepackt wird: die Planung. Die Anzeichnung erfolgt vor der Operation im Stehen, denn die Brust verändert ihre Form im Liegen vollständig. Mit Hilfe von Preservé-Marking-Tool, Messschieber und Maßband führe ich, angepasst an die individuelle Anatomie, wichtige Messungen und Markierungen durch. Eine exakte Planung ist absolut entscheidend für ein optimales natürliches Ergebnis.
Dämmerschlaf statt Vollnarkose – wie das abläuft
Einer der größten Unterschiede zur klassischen Brustvergrößerung: Weil der Brustmuskel nicht abgelöst wird und deutlich weniger Gewebe verletzt wird, kann der Eingriff in vielen Fällen in örtlicher Betäubung durchgeführt werden – auf Wunsch ergänzt durch einen sanften Dämmerschlaf. Die Patientin atmet selbstständig, ist aber völlig entspannt. Eine Vollnarkose bleibt selbstverständlich möglich, ist aber keine Voraussetzung mehr.
Ich sage bewusst dazu: Das macht die Operation nicht zu einem „kleinen Eingriff“. Es ist und bleibt eine Brustoperation – nur eben eine, die den Körper nach unserer klinischen Erfahrung weniger belastet.
Der kleine Zugang und der Ballon-Moment
Der Hautschnitt liegt in der Unterbrustfalte und ist etwa 2,5 bis 3 Zentimeter lang – bei der klassischen Technik sind es je nach Implantatgröße etwa 3 bis 5 Zentimeter. Über diesen Zugang führe ich zunächst den Channel Separator ein. Das Instrument arbeitet stumpf: Es schiebt die Gewebeschichten auseinander, statt sie zu durchtrennen. Für mich als Operateur ist das eine spürbar andere Arbeitsweise – man fühlt den Widerstand des Gewebes und folgt seinen natürlichen Schichten, statt sich den Weg zu schneiden.
Dann folgt der Schritt, der Preservé wirklich von allem unterscheidet, was ich bisher operiert habe: der Ballon. Er wird zusammengefaltet durch den schmalen Kanal eingeführt und mit der Handpumpe kontrolliert gefüllt. Langsam, Stufe für Stufe, dehnt er das Gewebe und formt die Tasche, in die später das Implantat einzieht.
Der Hersteller nennt das „kontrollierte Gewebe-Expansion“ (kontrollierte Dehnung des Gewebes) – ich nenne es den Ballon-Moment: Man sieht förmlich, wie sich die Brust von innen heraus aufrichtet, ohne dass ein einziger Schnitt in der Tiefe nötig war.
Das Implantat: ohne Hautkontakt eingebracht (No-Touch)
Während der Ballon arbeitet, bereitet meine OP-Assistenz das Implantat vor. Zum Einsatz kommen ausschließlich SmoothSilk® Ergonomix2®-Implantate – die aktuelle Implantatgeneration von Motiva. Sie sind so konstruiert, dass sie sich der Körperhaltung anpassen: im Liegen rund, im Stehen tropfenförmig, wie natürliches Brustgewebe.
Das Einbringen selbst erfolgt über die Insertion Sleeve – eine sterile Hülse, durch die das Implantat in die Tasche gleitet, ohne die Haut zu berühren. Diese No-Touch-Technik minimiert den Kontakt des Implantats mit Hautkeimen, der in der Fachliteratur als ein Risikofaktor für Kapselfibrose diskutiert wird (Kapselfibrose: eine Verhärtung der Bindegewebshülle, die sich natürlicherweise um jedes Implantat bildet).
Feinkontrolle, Verschluss – und mein Eindruck
Danach: Feinkontrolle der Position in halbsitzender Position, Verschluss des kleinen Zugangs in mehreren Schichten, sterile Pflaster, Stütz-BH. Die gesamte Operation dauert bei uns in der Regel unter 60 Minuten – spürbar kürzer als eine klassische Brustvergrößerung, vor allem weil die aufwändige Blutstillung in der Tiefe weitgehend entfällt.
Was mich als Chirurg am meisten beeindruckt, ist nicht das einzelne Instrument, sondern die Konsequenz des Gesamtkonzepts: Jeder Schritt ist darauf ausgelegt, Gewebe zu respektieren statt zu opfern. Man operiert präziser, blutungsärmer und in deutlich kürzerer Zeit. Und in unseren bisherigen Eingriffen zeigte sich unmittelbar nach der OP: geringere Schwellung, seltener ausgeprägte Hämatome, eine Patientin, die nach kurzer Zeit aufstehen und nach Hause gehen kann. Das ist unsere eigene Beobachtung bislang, kein Studienergebnis.
Skeptisch bleibe ich dort, wo es die Datenlage gebietet – dazu weiter unten mehr. Aber der unmittelbare klinische Eindruck deckt sich mit dem, was die Methode verspricht.
Meine Einschätzung zur Preservé-Methode
„Ich habe hunderte Brustoperationen durchgeführt – und wollte entsprechend genau wissen, ob diese neue Methode der Brustvolumisierung in Kombination mit dem Preservé-Instrumentenset wirklich einen entscheidenden Unterschied macht. Sie macht ihn! Ich sehe das Konzept als konsequente Weiterentwicklung der klassischen Methode: weniger Gewebetrauma, kürzere OP-Zeit, deutlich schnellere Erholung. Für die richtige Patientin – Erst-OP, genügend Eigengewebe, moderates Volumen – ist Preservé aus meiner Sicht aktuell eine der gewebeschonendsten Möglichkeiten, eine Brust mit Implantat zu vergrößern. Für alle anderen bleibt die klassische Technik zu Recht der Standard. Beides ehrlich auseinanderzuhalten – das ist meine Aufgabe.“
Dr. med. Hazem Al-Shobash
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, ÄPCH Würzburg
Faktencheck: Ist Preservé eine „Brustvergrößerung ohne OP“?
Nein. Im Markt kursieren Formulierungen wie „Brustvergrößerung ohne OP“. Das ist irreführend: Preservé ist ein chirurgischer Eingriff mit Hautschnitt, Implantat und allen grundsätzlichen Operationsrisiken (Nachblutung, Infektion, Wundheilungsstörung, Kapselfibrose, ästhetisches Korrekturbedürfnis). Richtig ist: Der Eingriff ist weniger invasiv als die herkömmliche Technik – kleinerer Schnitt, kein Ablösen des Muskels, oft keine Vollnarkose.
Über oder unter dem Muskel? Warum Preservé den Muskel gar nicht erst ablöst
„Über oder unter dem Muskel?“ ist eine Frage, die in Beratungsgesprächen häufig fällt. Bei der klassischen submuskulären Technik wird der große Brustmuskel teilweise abgelöst, um das Implantat darunter zu platzieren – das verursacht einen erheblichen Teil der postoperativen Schmerzen und kann zu sichtbaren Implantatbewegungen beim Anspannen führen („Animation Deformity“).
Preservé platziert das Implantat über dem Muskel: Der Pectoralis bleibt vollständig intakt, was eine kürzere Schmerzphase und eine schnellere Rückkehr zu Sport und Alltag ermöglicht. Voraussetzung ist allerdings genügend eigenes Gewebe zur Abdeckung des Implantats – einer der Gründe, warum nicht jede Patientin für Preservé geeignet ist.
Preservé und klassische Brustvergrößerung im Vergleich
Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick (Werte nach Hersteller- bzw. Anbieterangaben; individuelle Abweichungen sind möglich):
| Preservé™-Methode | Klassische Brustvergrößerung | |
|---|---|---|
| Taschenbildung | Sanfte Dehnung (Ballon), Gewebe bleibt erhalten | Präparation mit Schnitt/Elektrokauter |
| Hautschnitt | ca. 2,5–3 cm (Unterbrustfalte) | ca. 3–5 cm |
| Brustmuskel | Bleibt vollständig intakt | Wird bei submuskulärer Lage teilweise abgelöst |
| Anästhesie | Örtliche Betäubung/Dämmerschlaf möglich | In der Regel Vollnarkose |
| OP-Dauer | unter 60 Minuten | ca. 60–90 Minuten |
| Gesellschaftsfähig | Oft nach 1–2 Tagen | Oft nach 5–7 Tagen |
| Implantate | Nur SmoothSilk® Ergonomix2® (Motiva) | Größere Implantatauswahl |
| Geeignet für | Erst-Vergrößerung, genügend Eigengewebe vorhanden, moderate Volumina | Auch größere Volumina, Straffungen, Implantat-Wechsel |
Wichtig zur Einordnung: Die klassische Brustvergrößerung ist damit nicht „schlechter“ – für viele Patientinnen (größere Volumina, gleichzeitige Straffung, Implantat-Wechsel) bleibt sie die richtige Wahl. Mehr dazu auf unserer Seite zur Brustvergrößerung mit Implantat.
Erholung: Wann wieder fit, wann wieder Sport?
Die Erholungszeit ist für die meisten Patientinnen das stärkste Argument. Nach unserer Erfahrung und den Angaben des Herstellers gilt als Richtschnur:
Tag der OP: Der Eingriff erfolgt ambulant – Sie gehen am selben Tag nach Hause.
1–2 Tage: Die meisten Patientinnen sind wieder gesellschaftsfähig und können leichte Alltagstätigkeiten aufnehmen.
Ca. 1 Woche: Bürotätigkeiten sind in der Regel problemlos möglich; körperlich fordernde Berufe brauchen länger.
Ca. 1–2 Wochen: Leichtes Training kann meist wieder beginnen – abhängig von Sportart und Heilungsverlauf.
Ca. 4–6 Wochen: Der Stütz-BH hat seinen Dienst getan; intensiver Sport inklusive Brustmuskeltraining ist wieder möglich.
2–3 Monate: Das Endergebnis hat sich weitgehend eingestellt – das Implantat ist „eingewachsen“, die Schwellung vollständig abgeklungen.
Da der Brustmuskel intakt bleibt, berichten Patientinnen typischerweise eher von einem Spannungsgefühl als von starken Schmerzen – vergleichbar mit einem kräftigen Muskelkater. Ein Schmerzmittelbedarf über wenige Tage hinaus ist die Ausnahme. Und trotzdem gilt: Jeder Körper heilt anders, und wir begleiten jede Patientin engmaschig in der Nachsorge.
Bleibt das Gefühl erhalten? Kann ich später stillen?
Zwei der häufigsten und verständlichsten Sorgen. Die ehrliche Antwort vorweg: Eine Garantie kann Ihnen bei keiner Brustoperation jemand geben – auch bei Preservé nicht.
Das Konzept spricht allerdings für sich: Weil das Drüsengewebe und die feinen Nervenbähnchen nicht durchtrennt, sondern nur verdrängt und gedehnt werden, ist das Risiko von Sensibilitätsstörungen an Brustwarze und Haut konzeptionell geringer als bei schneidender Präparation. In der herstellerfinanzierten 3-Jahres-Studie zur eng verwandten Mia-Technik (100 Patientinnen, publiziert im Aesthetic Surgery Journal 2025) wurden keine bleibenden Sensibilitätsverluste berichtet. Das ist ermutigend – ersetzt aber keine unabhängige Langzeitforschung.
Zur Stillfähigkeit: Da die Drüse bei der Taschenbildung über dem Muskel nicht durchschnitten wird und der Zugang in der Unterbrustfalte liegt (nicht am Warzenhof), bleibt der Drüsenkörper als Einheit erhalten. Grundsätzlich spricht nach heutigem Kenntnisstand nichts dagegen, nach einer Preservé-Brustvergrößerung zu stillen – eine individuelle Beratung ersetzt diese allgemeine Aussage jedoch nicht.
Wie gut ist die Studienlage wirklich?
Die Implantate
SmoothSilk®/Ergonomix® sind seit Jahren millionenfach im Einsatz, CE-zertifiziert, seit 2024 FDA-zugelassen. Nach Herstellerangaben aus der laufenden Marktüberwachung wurde bislang kein primärer BIA-ALCL-Fall bei SmoothSilk-Oberflächen berichtet. Eine unabhängige Studie (Szychta, 2024) bescheinigt gute Kontursymmetrie und natürliches Tastgefühl – bei kleiner Fallzahl.
Die Technik-Plattform
Für die verwandte Mia-Methode existiert eine prospektive, peer-reviewed publizierte 3-Jahres-Studie (ASJ 2025, 100 Patientinnen): keine fortgeschrittenen Kapselverhärtungen (Grad III/IV), keine Rupturen (Implantatrisse), 0 % Absinken des Implantats, 1 % Reoperation. Wichtig: herstellerfinanziert – und es sind Mia-Daten, nicht Preservé-Daten.
Preservé selbst
Seit Anfang 2025 am Markt. Eigene Langzeitdaten stehen noch aus. Die 3-Jahres-Zwischendaten der herstellereigenen Machbarkeitsstudie (u. a. 0 % inferiore Malposition, also kein Absinken des Implantats nach unten) sind vielversprechend, aber als Herstellerangabe zu lesen.
Jedes Implantat wird per BluSeal®-Indikator auf Unversehrtheit geprüft und kann über den optionalen Zen®-RFID-Chip jederzeit eindeutig identifiziert werden – MRT-kompatibel und nur mit speziellem Lesegerät auslesbar.
Für wen ist Preservé geeignet – und für wen nicht?
Der Hersteller nennt drei typische Einsatzgebiete – hier aus der deutschen Preservé-Aufklärungsserie: die primäre Brustvergrößerung (die erste Brustvergrößerung ohne Vor-OP), die Mastopexie mit Vergrößerung (eine Bruststraffung, kombiniert mit einem Implantat) und die hybride Brustvergrößerung (Implantat kombiniert mit Eigenfett für ein besonders weiches Ergebnis):
Infografiken aus der deutschsprachigen Preservé-Aufklärungsserie: © Motiva®/Establishment Labs. Es handelt sich um Herstellerangaben – ob die Methode für Sie geeignet ist, klären wir im persönlichen Gespräch.
So übersetze ich das in die Praxis:
Gut geeignet, wenn …
es Ihre erste Brustvergrößerung ist
Sie ein natürliches Ergebnis mit moderatem Volumen wünschen (meist ca. 150–315 ml)
Haut- und Gewebequalität gut sind und genügend Eigengewebe vorhanden ist
die Brust allenfalls minimal erschlafft ist
Nicht die richtige Wahl bei …
deutlich hängender Brust (Ptosis) – hier ist eine Bruststraffung sinnvoller
Implantat-Wechsel oder Korrekturen bestehender Implantate
Wunsch nach sehr großen Volumina oder maximaler Projektion („Push-up-Look“)
starken Asymmetrien oder Fehlbildungen, die eine offene Technik erfordern
Dieses ehrliche Erwartungsmanagement ist mir wichtig: Wer maximale Fülle und starke Projektion wünscht, wird mit einem weichen, anpassungsfähigen Implantat nicht glücklich – und umgekehrt. Genau dafür ist die persönliche Beratung da, in der wir gemeinsam anhand Ihrer Anatomie und Ihrer Wünsche die passende Methode festlegen.
Was kostet die Preservé-Brustvergrößerung in Würzburg?
Transparenz gehört zur seriösen Beratung – auch beim Geld. In Deutschland liegen die Preise für eine Preservé-Brustvergrößerung marktweit derzeit meist ab ca. 9.000 Euro. Dass die Methode etwas teurer ist als eine klassische Brustvergrößerung, hat einen einfachen Grund: Das sterile Preservé-Einweg-Instrumentarium und die Premium-Implantate inklusive erweiterter Garantieleistungen werden für jede Operation neu beschafft.
Die exakten Kosten hängen von Ihrem individuellen Befund ab (Implantatwahl, Anästhesieform, ggf. Kombination mit Eigenfett). Nach dem Beratungsgespräch erhalten Sie von uns einen verbindlichen, transparenten Kostenplan – ohne versteckte Positionen. Eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist bei rein ästhetischer Indikation ausgeschlossen. Details zu Ablauf und Beratung finden Sie auf unserer Preservé-Leistungsseite.
Ein Wort zu günstigeren Angeboten: Ein reiner Preisvergleich greift zu kurz, wenn Vor- und Nachsorge nicht mit eingerechnet sind. Eine Brustvergrößerung ist mit der OP nicht „fertig“ – Kontrollen, Verlaufsbeurteilung und die schnelle Erreichbarkeit Ihres Operateurs bei Fragen oder Komplikationen sind Teil des Ergebnisses.
Das Woman’s Choice Program: Was die „Reversibilitäts-Garantie“ wirklich abdeckt
Ein Aspekt, der zur Lebensrealität gehört: Manche Frauen entscheiden sich Jahre später bewusst gegen ihre Implantate. Motiva hat darauf mit einem ungewöhnlichen Programm reagiert – dem Woman’s Choice Program®: Wer sich im Rahmen des Preservé-Programms für Ergonomix2®-Implantate entscheidet und die Vergrößerung später rückgängig machen möchte, kann nach Herstellerangaben bis zu 1.500 US-Dollar Zuschuss zu den Explantationskosten erhalten (Explantation: die operative Entfernung der Implantate).
Die Garantien im Überblick (nach Herstellerangaben):
Lebenslange Rupturgarantie (Always Confident Warranty®)
Implantatersatz bei fortgeschrittener Kapselfibrose (Verhärtungsgrad III/IV nach Baker) für 10 Jahre
Erweiterte 5-Jahres-Garantie im Preservé-Programm ohne Zusatzkosten
Woman’s Choice Program®: bis zu 1.500 USD Zuschuss zur Explantation – gültig 2 Jahre ab Implantation, vollständige Entfernung beider Implantate ohne Ersatz, Registrierung binnen 90 Tagen nach der OP
Maßgeblich sind stets die aktuellen Herstellerbedingungen auf motiva.health; die Garantien sind eine Herstellerleistung und nicht Bestandteil des Behandlungsvertrags mit unserer Praxis.
Häufige Fragen zur Preservé-Brustvergrößerung (FAQ)
Wie groß ist die Narbe bei der Preservé-Methode?
Der Schnitt liegt gut versteckt in der Unterbrustfalte und ist etwa 2,5 bis 3 cm lang – etwas kürzer als bei der klassischen Technik (ca. 3–5 cm). Bei guter Narbenpflege verblasst er in der Regel zu einer feinen, unauffälligen Linie. „Unsichtbar“ ist keine Narbe.
Wie stark sind die Schmerzen nach der OP?
Da der Brustmuskel nicht abgelöst wird, beschreiben die meisten Patientinnen eher ein Spannungsgefühl als starke Schmerzen – vergleichbar mit Muskelkater. Schmerzmittel werden meist nur wenige Tage benötigt. Jeder Verlauf ist individuell.
Wann bin ich wieder fit?
Bürotätigkeiten sind häufig nach wenigen Tagen wieder möglich, viele Patientinnen sind nach 1–2 Tagen gesellschaftsfähig. Bei körperlich fordernden Berufen planen Sie bitte 1–2 Wochen ein. Die individuelle Empfehlung geben wir Ihnen in der Nachsorge.
Wann darf ich wieder auf der Seite oder auf dem Bauch schlafen?
Rückenlage empfehlen wir für die ersten 3 Wochen. Seitenschlaf ist danach meist wieder problemlos möglich, Bauchlage sobald das Spannungsgefühl vollständig abgeklungen ist – in der Regel nach ca. 6 Wochen.
Wie lange muss ich den Stütz-BH tragen?
Etwa 4–6 Wochen, Tag und Nacht. Er stabilisiert das Implantat in der neuen, sanft gedehnten Gewebetasche und unterstützt ein schönes Einheilen.
Kann ich nach der Preservé-OP noch stillen?
Der Drüsenkörper wird bei der Operation nicht durchtrennt, der Zugang liegt nicht am Warzenhof. Nach heutigem Kenntnisstand spricht grundsätzlich nichts gegen das Stillen, auch wenn es leider keine Garantie hierfür gibt.
Wie lange halten die Implantate?
Moderne Implantate haben kein „Verfallsdatum“ und müssen nicht routinemäßig gewechselt werden. Motiva gewährt auf die Ergonomix2®-Implantate eine lebenslange Rupturgarantie; regelmäßige Kontrollen empfehlen wir dennoch.
Zahlt die Krankenkasse die Preservé-Brustvergrößerung?
Bei rein ästhetischer Indikation nein – die Kosten tragen Sie selbst. Nach der Beratung erhalten Sie von uns einen transparenten, verbindlichen Kostenplan.
Gibt es Vorher-Nachher-Bilder?
Aus rechtlichen Gründen (Heilmittelwerbegesetz) dürfen wir Vorher-Nachher-Bilder ästhetischer Operationen nicht öffentlich zeigen. Im persönlichen Beratungsgespräch präsentieren wir Ihnen gern Ergebnisbeispiele.
Ist die ÄPCH die einzige Praxis mit Preservé in Würzburg?
Wir gehören zu den ersten Anbietern der Preservé-Methode in der Region Würzburg/Mainfranken. Entscheidend ist am Ende aber nicht das Label, sondern die Erfahrung Ihres Operateurs mit Brustoperationen insgesamt.
Die Operationstechnik als 3D-Animation
Wie die Preservé-Technik im Inneren der Brust arbeitet, zeigt die offizielle 3D-Animation:
Persönliche Beratung in Würzburg
Sie möchten wissen, ob die Preservé-Methode für Sie geeignet ist? In einem persönlichen, unverbindlichen Beratungsgespräch nimmt sich Dr. Al-Shobash Zeit für Ihre Fragen, untersucht Ihre individuelle Ausgangssituation und bespricht mit Ihnen ehrlich alle Möglichkeiten – inklusive der Alternativen.
Wichtige Hinweise: Dieser Erfahrungsbericht dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Beratung und Aufklärung. Jeder operative Eingriff ist mit individuellen Risiken verbunden, die vorab in einem persönlichen Gespräch geklärt werden müssen. Wir bedanken uns bei der Preservé-Patientin, dass sie hier ausdrücklich der Fotodokumentation zugestimmt hat. Ohne ausdrückliche Zustimmung werden von uns keine Bilder oder Inhalte veröffentlicht. Angaben zu Schnittlängen, OP-Dauer, Erholungszeiten, Studienergebnissen und Garantieleistungen beruhen auf individuellen Erfahrungen oder Hersteller- bzw. Anbieterangaben (Motiva®/Establishment Labs) sowie den zitierten Publikationen und können abweichen. Preservé™, Motiva®, SmoothSilk®, Ergonomix2®, BluSeal®, Zen® und Woman’s Choice Program® sind Marken von Establishment Labs. Stand: Juli 2026.
Bildnachweis: Fotos und Videos aus dem Operationssaal, Aufnahmen des Instrumentariums sowie Bilder von Dr. Al-Shobash: © ÄPCH Würzburg. Titelbild, Produktabbildungen von Implantaten und Instrumenten, Infografiken, 3D-Animation und dekorative Bildelemente: © Motiva®/Establishment Labs – mit freundlicher Genehmigung. Abgebildete Modelle sind keine Patientinnen unserer Praxis und stehen in keinem Zusammenhang mit konkreten Behandlungsergebnissen.
Quellen (Auswahl): Establishment Labs, Pressemitteilung zur Preservé-Markteinführung (Februar 2025) · Chacón-Quirós et al., Aesthetic Surgery Journal (2025), doi:10.1093/asj/sjaf196 (herstellerfinanzierte 3-Jahres-Studie zur Mia-Technik) · Szychta P., Aesthetic Plastic Surgery (2024) zur Ergonomix2-Implantatgeneration · DGÄPC-Statistik 2025 · ISAPS Global Survey 2024 · Herstellerinformationen motiva.health.

Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und Inhaber der Praxis ÄPCH in Höchberg bei Würzburg. Ordentliches Mitglied der DGPRÄC, aktives Mitglied der ISAPS.
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